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PRESSESTIMMEN

 

„Großartig“ – Bettina Böttinger, Kölner Treff, WDR TV

„Sie spielt wie ein Teufel und singt wie eine Göttin“ – Berliner Morgenpost

„Ein Cello für die ganze Welt“ – Stuttgart Zeitung

Aus Badische Neueste Nachrichten Karlsruhe, vom 19.2.08

Reine Begeisterung

Rebecca Carrington mit „Me and my cello“ im Tollhaus

Rebecca Carrington möchte nicht so enden, wie der Protagonist in Patrick Süskinds „Der Kontrabass“: Verbittert und von der Musik, ja vom Leben allgemein, gelangweilt. Und so packt sie „Joe“, ihr über 200 Jahre altes Cello, und erobert die Welt mit Stand-up-Comedy. Sie tut dies nicht, weil aus ihr sonst nichts geworden wäre. Immerhin spielte sie schon mit den Londoner Symphonikern, der Royal Philharmony und den BBC-Symphonikern. Sie tut es aus purem Spaß an der Freude. Als kongenialer Begleiter agiert Colin Brown, der ehemalige Bass der A-cappella-Gruppe The Magnets, der mal als P-Diddy-Verschnitt, mal als Schotte im Kilt die Bühne entert.

Wer Rebecca Carrington noch nie live oder im Fernsehen gesehen hat, mag sich ob des enormen Ansturms auf das Tollhaus wundern. Die Veranstaltung ist ausverkauft. Mehr noch: Vor der Kasse spielen sich Szenen ab, wie sonst bei einem großen Rockkonzert. Als Carrington die Bühne betritt, wird schnell klar, warum: Diese Frau ist witzig, wortgewandt, intelligent und in höchstem Maße musikalisch. Was sie mit ihrem Cello veranstaltet, sprengt jegliche stilistische Grenzen. Mal muss es dazu herhalten, einen spanischen Flamenco zu untermalen, mal liefert es Musik im typisch indischen Bollywood-Stil. Um dem Instrument solche Töne zu entlocken, bedarf es einer hervorragenden Technik. Und es setzt Mut, Kreativität, eine scharfe Beobachtungsgabe voraus. Rebecca Carrington gelingt es zudem, klare Verbindungen zwischen Klassik und Pop herzustellen. Die Erkenntnis, dass „Every Breath You Take“ von The Police stark an eine Cellosonate von Bach erinnert, und auch der Sprung von Dvoák zu den Black Eyed Peas geringer ist, als gedacht, kommt überraschend und sorgt – wie der gesamte Abend – für etliche Lacher.

Auch stimmlich hat Rebecca Carrington einiges zu bieten. Ob sie eine klassische Sopran-Arie in höchsten und lautesten Tönen schmettert oder einen schnöden Popsong singt – die Britin findet die richtige Phrasierung und Intonation. Zugute kommt ihr dabei das enorme Gespür für Sprache, das sie geschickt mit expressiver Mimik und Gestik verbindet. Wo sonst vier Zugaben nur „Fishing For Compliments“ seitens der Künstler wäre, ist hier das Publikum schuld: Es will Rebecca Carrington einfach nicht gehen lassen. Elisa Reznicek

WWWW.STIMME.DE, 20.2.08

Joe, Du altes Möbelstück

Und wo bitte ist das Batteriefach? Rebecca Carrington und ihr Cello zu Gast bei der „Besuchszeit!“ im Komödienhaus Heilbronn.Foto: Marc SchmerbeckHeilbronn - Was man nicht so alles will, wenn man jung ist. Man tanzt vor dem Spiegel: und ist so wild wie Madonna. Man malträtiert sein olles Musikschul-Cello und ist so impulsiv wie Jacqueline du Pre in ihren besten Zeiten. Doch am Ende musste Rebecca Carrington doch ein wenig genauer in sich hineingehorcht haben.

Und was sie dort sah, war keine gelenkige Madonna. Und schon gar keine exaltierte Cellistin wie die du Pre. Doch was sie erkannte, muss ihr ganz gut gefallen haben. Zumal sie sich im Spiegel nicht allein sah. Mit ihrem Partner, der ein paar Jährchen auf dem Buckel hat und zart besaitet ist: ihr Cello Joe. Mit dem 227 Jahre alten Holzkasten wollte sie die Welt erobern. Joe sollte ihr nicht nur Cello sein, sondernKontrabass, Gitarre, Fiddle und Sitar.

Umwerfend In der „Besuchszeit!“ im Komödienhaus hat sich diese umwerfende Rebecca Carrington, die klassisch ausgebildete Cellistin mit dem Hang zur intelligenten Comedy, in die Herzen der Zuhörer gespielt. „Me & My Cello“ hat die kosmopolitische Engländerin ihr mit dem Bonner Prix Pantheon ausgezeichnetes Programm genannt: Was die Sache durchaus auf den Kopf trifft. Die Comedienne Rebecca Carrington höchstpersönlich steht im Zentrum des kurzweiligen Abends. Eine Frau mit einer selten erlebten Eleganz, einer umwerfenden Mimik und Gestik, die sofort eine Frage aufwirft: Ob die Carrington wohl nach dem Besuch des Royal College of Music in Manchester auch noch einen Master in höherer Monty Pythonology abgelegt hat?

Klamottenkiste Sparsam berichtet sie von ihrer Reise um die Welt, gewiss, ab und zu greift sie tief in die Klamottenkiste, gräbt ein paar Vorurteile aus. Diese blöden Amis, die mit viel Oh-my-God-Gesäusel beim guten alten Joe nach dem Batteriefach Ausschau halten. Und überhaupt: „What a beautiful piece of furniture.“ Was für ein Möbel. Schwamm drüber. Vorurteile sind doch dazu da, ausgelebt zu werden: Wenn man sich selbst nicht verschont. Und sich selbst verschonen, das tut sich die Carrington eben nie.

Mit Selbstironie kämpfen sich Carrington und Joe durch die Welt der großen Oper, des Chansons und des Flamencos. Sting gönnt sie einen Auftritt und Joni Mitchell, selbst Chopins „Minutenwalzer“ verschont sie nicht. Und ab und zu bekommt ihr neuer Bühnenpartner Colin Griffith-Brown, der Bass mit der A-Cappella-Vergangenheit, seine Momente. Er ist der Mann für die Nebenrollen zwischendurch, der Mann für’s Grobe und die Publikumsanimation. Ein klasse Team.

Foto: Und wo bitte ist das Batteriefach? Rebecca Carrington und ihr Cello zu Gast bei der „Besuchszeit!“ im Komödienhaus Heilbronn.Foto: Marc Schmerbeck

Kölner Express, 7.10.06

Das Cello wird zum Dudelsack - Rebecca Carrington Star beim Festival-Start

Das KölnComedy-Festival ist gerade mal zwei Tage alt und hat schon einen neuen Star: Rebecca Carrington aus England. Die Frau mit dem Cello war bis zur Eröffnung im Gloria nur Insidern bekannt. Nach 20 Minuten ihrer Köln-Premiere war sie die Abräumerin des Abends. Die Britin geht mit Ihrem Cella auf Weltreise und beweist den sturen Kerlen allüberall, das man auf vier Saiten alles spielen kann: einen schottischen Dudelsack-Hit, einen spanischen Flamenco, eine indische Bollywood-Schnulze …

Kölner Stadtanzeiger, 7.10.06

Auftakt zum Kölner Comedy-Festival

… angefangen bei der aus Großbritanien kommenden Rebecca Carrington, die dem Cello und ihrem Mund die unglaublichsten Töne entlockt. Oder hat jemand dem Instrument Dudelsack-Klänge abgetrotzt ("er ist mein Sack, ich bin sein Dudel")? Ganz zu schweigen von Filmmusik zu einer indischen Bollywood-Produktion. Selbst spanische und fernöstliche Musik ist dem Gespann aus Mensch und Instrument geläufig - ein Deutsch sprechender Import aus England, von dem man noch viel hören und sehen wird.

Eine Künstlerin mit Talent im Überfluss

Die britische Komikerin Rebecca Carrington begeisterte in Münsterlingen mit einem Repertoire von Bach bis Madonna.

münsterlingen – Mit seinen altehrwürdigen 226 Jahren hätte sich Cello Joe wohl kaum jemals träumen lassen, dass es solche Töne produzieren würde. Aber jetzt ist man schon an dem Punkt, wo jede Beschreibung des absolut spektakulären Auftrittes Missverständnisse provozieren muss. Denn Rebecca Carrington ist eine hervorragende Cellistin, die mit ihrem Instrument all die Dinge veranstalten kann, die man mit Recht von einer klassischen Musikerin erwarten darf.

Ein Kommunikationstalent
Rebecca Carrington kann auch singen. Ob Rock, ob Pop – mit ihrer gewaltigen Stimme füllt sie die grosse Bühne des Gemeinschaftszentrums der Psychiatrischen Klinik fast nebenbei. Und doch zeigt die sprachgewaltige Künstlerin eine Gestik und Mimik, die auch als klassische Pantomime funktionieren würde. Und ihr sehr englischer Humor funktioniert erstaunlicherweise auch in Deutsch – oder in welcher Sprache auch immer, die sie gerade spricht. Oder von der man meint, dass sie sie gerade sprechen würde. Denn tatsächlich versteht man dieses – im wahrsten Sinne des Wortes multimediale Kommunikationstalent – völlig unabhängig von dem, was es gerade vermeintlich tut. War das jetzt Englisch mit japanischem Akzent oder japanisch mit deutscher Betonung? Wieso eigentlich japanisch? Zurück zu Joe: Auch ihrem Cello hat die vielseitige Komikerin viele Sprachen beigebracht. Aber wer es nicht gehört und gesehen hat, wird es nicht glauben: Denn Joe kann wie ein Dudelsack klingen. Oder wie Carrington sagt: «Ich bin ein Sack und er ist mein Dudel.»
Spanische Gitarre? Kein Problem für Joe. Indische Sitar? Leichte Übung für das Cello aus dem 18. Jahrhundert. Allein mehrstimmig wird schwierig, aber sonst könnten Rebecca und Joe sogar noch ein ganzes Symphonieorchester ersetzen.

Überzeugendes Gesamtbild
Doch wird die sprachliche und musikalische Mimikry nie zum Selbstzweck. Jede einzelne der sorgfältig erarbeiteten Nummern ist weit mehr als nur: schaut mal, was ich kann! Hier ist eine unglaublich vielseitige Künstlerin am Werk, die es versteht ihre unterschiedlichsten Begabungen zu einem absolut überzeugenden Gesamtbild zusammenzufügen. Und das zahlreich erschienene Publikum in Münsterlingen war so begeistert, dass es sie fast nicht mehr von der Bühne gelassen hätten.

HERBERT-E. PROBST